Die Geschichte des Flörsheim-Dalsheimer Weinbaus

Wahr und im Guiness-Buch  der Rekorde 1998 beglaubigt ist:
Flörsheim-Dalsheim ist der höchstprämierte Weinbauort in der Bundesrepublik Deutschland.


Die Geschichte des Weinbaus in Flörsheim-Dalsheim blickt weit zurück auf antike Kulturepochen der beiden Ortsteile.

Im Kreise der Gelehrten streitet man darüber, ab wann genau die ersten Weinreben heimisch waren.

Zum Einen geht man davon aus, dass der keltische Stamm der Vangionen (Namenspaten für die heutige Region Wonnegau) die ersten Reben nach Flörsheim-Dalsheim gebracht haben. Zum Anderen ist durch Funde und schriftliche Überlieferungen zweifelsfrei nachweisbar, dass spätestens die Römer vor etwa 2000 Jahren den Wein bei uns kultivierten.

Bis zum Jahr 765 gibt es keine schriftlichen Hinweise mehr auf den Weinbau, jedoch ist es mehr als wahrscheinlich, dass die Weinbautradition generationenübergreifend weitergeführt wurde.

Zahlreiche Schenkungen von Weinbergen im achten Jahrhundert unter Anderem an das Kloster Lorsch zeugten schon damals von einer Blütezeit der Weinkultur in Flörsheim-Dalsheim, was auch Überlieferungen aus dem 14. Jahrhundert beweisen. Demnach geht zum Beispiel aus dem Dalsheimer Seelenbuch von 1490 hervor, dass die Jahresproduktion von Wein in Dagolfesheim im Schnitt bei 800 Fuder lag, dem gegenüber um 1900 vergleichsweise nur 500 Fuder erzeugt wurden.
rebsortenkunde Bereits im Mittelalter waren Flörsheim-Dalsheimer Weine sehr begehrt und überregional bekannt. Indiz hierfür sind die vielen Klöster und Stifter, die in der Ortsgemarkung Weinberge ihr eigen nennen konnten.

So manche kulturhistorische Zeitlücke lässt sich wie so oft nur durch Vermutungen schließen, doch bei der Wahrheitsfindung gilt noch heute wie damals bei den Römern: „in vino veritas“