Frau Elisabeth Bollinger aus der Weedgasse im Ortsteil Dalsheim gab den Anstoß zu diesem Projekt. Sie rief vor über einem Jahr bei Karin Henn an und unterbreitete den Vorschlag das ehemalige Grabkreuz, das von 1945 bis zur Abräumung auf dem Grab des „Niederflörsheimer“ Ehepaares Holl stand und von da an im Keller ihres Sohnes lagerte, als Wegekreuz aufzustellen.

Kurzerhand wurde das Projekt dann auch auf den Weg gebracht. Herr Bernd Lichtenfels erklärte sich bereit das Kreuz, das damals die Schreinerei Schäfer in Dalsheim herstellte, zu restaurieren und wieder wetterfest zu machen. Die Herrn Kirsch, Henn und die kath. Jugendgruppe „Die Undertakers“ betonierten das Fundament, stellten das Kreuz auf und verzierten den Sockel mit Bruchsteinen. Die Kosten der Renovierung des Kreuzes und des Betons wurden von der IG Gästeführer Flörsheim-Dalsheim übernommen.

Der Vater von Herrn Kirsch spendete kurzerhand eine selbsthergestellte Holzbank die fortan zum Verweilen an der Grenze zwischen den beiden Gemarkungen unserer Gemeinde einlädt.

Unter großer Anteilnahme der Bevölkerung fand die Segnung des Wegekreuzes Anfang September unter Wirkung aller 3 hiesigen Pfarrer und Herrn Diakon Kirsch statt. Wie es sich für eine „Weinburg“ gehört, wurde die Veranstaltung abgerundet mit Brezeln und Wein, der von den Winzern der Ortsgemeinde gespendet wurde.

Die Inschrift des Kreuzes lautet: Dieses Grabkreuz ist aus der Bestattung der Familie Holl-Bollinger von 1941/45. Die Erbgemeinschaft hat es gestiftet für ein Wegekreuz. Wenn Ihr vorüber geht, haltet inne im Gebet.